Eine Milliardstelsekunde in der Explosion einer Atombombe
Harold E. Edgerton, amerikanischer Elektroingenieur im 2. Weltkrieg ist für seine revolutionären Fortschritte und Erfindungen in der Hochgeschwindigkeitsfotografie bekannt.
Er selbst verstand sich als Künstler und machte es sich zur Aufgabe, Dinge, die für das menschliche Auge verborgen bleiben (weil sie zu schnell sind), sichtbar zu machen. Seine bekannten “Werke” sind der Milchtropfen, sowie diverse Geschoss-Fotos.
Dabei nahm er als Erster faszinierende Aufnahmen von obstdurchschlagenden Geschossen auf. 
Weniger bekannt dagegen sind seine Fotos vom einem Atombombentest der Amerikaner in der Nevada Test Site. Harold montierte für diese Aufnahmen – die übrigens bei Nacht geschossen wurden – ein rund 10 Meter langes, extra angefertigtes Teleskopobjektiv an seine Kamera. Diese war 12 Kilometer entfernt in einem Bunker untergebracht.
In der ersten Aufnahmen (alle Aufnahmen entstanden in einem Milliardstel einer Sekunde), sieht man den Anfang der Explosion. Die Bombe war auf einem Mast montiert, der mit Drahtseilen befestigt worden war. Man sieht einen Feuerball, der praktisch aus purer Energie besteht und sich rasch ausbreitet.

In der zweiten Aufnahme sieht man deutlich, dass der Feuerball fast schon den Boden erreicht hat. Die Energie ist im “Ball” so konzentriert, dass sie durch die Stahlseile, die am Turm befestitgt waren, schneller nach vorne kommt, als durch die Luft. Man sieht deutlich die nach unten schießenden Ausläufer.

In seiner dritten Aufnahme hat der Feuerball den Boden erreicht und ähnelt nun einem kleinen Planeten, der sich ausbreitet. Man sieht immernoch die Ausläufer dort, wo soeben noch die Stahlseile den Turm hielten.
Tage nach der Explosion suchten einige Forscher den Ort der Explosion auf und stellten fest, dass der Boden zu Glaß geschmolzen war.










