Fast schon ein neuer Web2Null-Trend scheint das zu sein, seinen Blog zu verkaufen. Sowohl Yannick Eckl als auch der Blogonaut wollen ihre Blogs verscherbeln. Sieht man von den negativen Folgen eines solchen Verkaufs ab, bleiben da trotzdem noch einige Schwierigkeiten, so zum Beispiel auch die Kommentare sowie die hinterlegten Daten wie Email, URL und Name der Kommentatoren.
Blogger und Kommentatoren, die sich ihrer Daten nicht mehr sicher sind, fordern momentan Yannick auf, ihre personenbezogenen Daten zu löschen, denn man kann ja nie sicher sein, ob und wie der Käufer diese Daten verwenden wird, trotz geregelter Urheberrechtssituation. Das ganze bringt den Verkäufern wohl mehr Arbeit, als sie sich gewünscht hatten.

Bleibt also abzuwarten, wie insbesondere Yannick (als Besitzer eines sehr umfangreichen Blogs) mit dieser Situation umgehen wird. Zum einen könnte er alle Kommentare pauschal löschen (wie z.b. vom Blogbeutel gefordert), was aber wahrscheinlich einen deutlichen Wertverlust zur Folge hätte. Jeden Kommentar auf Anfrage eines Kommentators einzeln zu löschen ist wohl ziemlich schwachsinnig und macht keinen Sinn. Es muss also eine Zwischenlösung gefunden werden, auch wenn mir momentan keine einfällt.

Und natürlich bleibt für mich die generelle Frage nach dem Sinn hinter einer solchen Aktion. Wozu einen so guten Blog abtreten? Stammleser und Abonnenten sind ja schließlich nur wegen Yannick dort! Warum nicht einfach ankündigen, in Zukunft mangels Zeit deutlich weniger Beiträge zu veröffentlichen aber den Blog trotzdem weiter laufen zu lassen? Ich glaube kaum, dass er Probleme mit einbrechenden Besucherzahlen gehabt hätte. Für mich liegt der Wert eines Blogs zum größten Teil auch bei bzw. in seinem Blogger. Ohne ihn ist das Ding wahrscheinlich nicht mal seine monatlichen Werbeeinahmen wert.