Das Erbe eines Blogverkaufs
Fast schon ein neuer Web2Null-Trend scheint das zu sein, seinen Blog zu verkaufen. Sowohl Yannick Eckl als auch der Blogonaut wollen ihre Blogs verscherbeln. Sieht man von den negativen Folgen eines solchen Verkaufs ab, bleiben da trotzdem noch einige Schwierigkeiten, so zum Beispiel auch die Kommentare sowie die hinterlegten Daten wie Email, URL und Name der Kommentatoren.
Blogger und Kommentatoren, die sich ihrer Daten nicht mehr sicher sind, fordern momentan Yannick auf, ihre personenbezogenen Daten zu löschen, denn man kann ja nie sicher sein, ob und wie der Käufer diese Daten verwenden wird, trotz geregelter Urheberrechtssituation. Das ganze bringt den Verkäufern wohl mehr Arbeit, als sie sich gewünscht hatten.
Bleibt also abzuwarten, wie insbesondere Yannick (als Besitzer eines sehr umfangreichen Blogs) mit dieser Situation umgehen wird. Zum einen könnte er alle Kommentare pauschal löschen (wie z.b. vom Blogbeutel gefordert), was aber wahrscheinlich einen deutlichen Wertverlust zur Folge hätte. Jeden Kommentar auf Anfrage eines Kommentators einzeln zu löschen ist wohl ziemlich schwachsinnig und macht keinen Sinn. Es muss also eine Zwischenlösung gefunden werden, auch wenn mir momentan keine einfällt.
Und natürlich bleibt für mich die generelle Frage nach dem Sinn hinter einer solchen Aktion. Wozu einen so guten Blog abtreten? Stammleser und Abonnenten sind ja schließlich nur wegen Yannick dort! Warum nicht einfach ankündigen, in Zukunft mangels Zeit deutlich weniger Beiträge zu veröffentlichen aber den Blog trotzdem weiter laufen zu lassen? Ich glaube kaum, dass er Probleme mit einbrechenden Besucherzahlen gehabt hätte. Für mich liegt der Wert eines Blogs zum größten Teil auch bei bzw. in seinem Blogger. Ohne ihn ist das Ding wahrscheinlich nicht mal seine monatlichen Werbeeinahmen wert.



Am 26.08.2008 um 12:35
Hat ein Autor Rechte an seinem Kommentar auf dem Blog? Rechte an dem Inhalt oder auch Rechte an der Entfernung? Und wie will er beweisen, dass er der rechtmäßige Inhaber ist?
Am 26.08.2008 um 12:42
Aber sicher hat er Rechte an seinem Kommentar. Allerdings erst ab einer gewissen “Qualität”, siehe dazu am besten mal hier. Trifft dies zu, so hat er nicht nur Rechte am Inhalt (schließlich stammt der ja von ihm), sondern ebenso an dessen Entfernung, schließlich ist das ja seine “Schöpfung”, über die allein er entscheiden darf.
Für den Fall, dass Zweifel daran aufkommen, wer der rechtmäßige Inhaber ist, könnte man immernoch einen IP-Check vornehmen, dennoch glaube ich kaum, dass das jemand in Frage stellen wird.
Am 26.08.2008 um 12:47
So einfach ist das ja nicht, denn die Rechte an der eigenen Schöpfung müssen nicht immer beim Autor liegen.
Am 26.08.2008 um 12:51
Ich gebe zu, dass ich mich in dieser Materie nicht besonders gut auskenne, aber ich glaube dass der Schöpfer das Recht an allen seinen Veröffentlichungen hat. Tritt er sie ab, ist das natürlich eine andere Sache. Genau so, wenn er die “Schöpfung” im Auftrag einer anderen Person erstellt, doch selbst dann glaube ich, dass er die Rechte vorerst hat, aber sie eben sofort an den Auftraggeber abtritt.
Ich glaube aber nicht, dass man mit dem Absenden eines Kommentares auf einem Blog die Rechte an seinem Text ebenfalls abgibt. Oder irre ich mich da?
Am 26.08.2008 um 12:58
Das ist eben der Punkt der zu klären wäre.
Am 26.08.2008 um 13:19
Da sieht man mal wieder was Jannick für einen hype ausgelöst hat, furchtbar dieser Junge und am Ende behält er doch den Blog und hat mächtige Links einkassiert. Das würde ich ihm sogar zutrauen, so arrogant wie er geworden ist.