Die Internetisolation in Nordkorea
Eigentlich könnte man bei der heutigen globalen Ausdehnung des Internets denken, es gäbe keinen Winkel der Erde, in dem man keinen Anschluss daran finden würde. Schaut man aber auf das sozialistische Nordkorea, so wird klar, dass wir es relativ gut haben hier. Das Land wird von seinem Herrscher quasi komplett gegen Informationen von aussen abgeschirmt, Internet gibt es dort nicht. Nachdem vor einigen Jahren erstmals ein Mobilfunkanbieter seinen Dienst anbot, wurde bereits einige Jahre später selbiger zum Abschalten seines Netzes gezwungen, sowie alle Handys eingesammelt. Zu groß sei die Angst, Informationen könnten sich verbreiten. Nordkorea hat ein eigenes Intranet (Kwangmyong), welches dem Volk als “Ausgleich” zum Internet dienen soll. Darin befinden sich einige Websites, die meist die intelligenz und brilliantheit des Herrschers anpreisen und ziemlich viel Properganda verbreiten.
Es wird vermutet, dass nur einige wenige Regierungsmitglieder (eingeschränkten) Zugang zum Internet haben. Eine deutsche Firma bietet Internet über Satelit in der Hauptstadt an. Das Volk jedoch versucht teilweise mit riesigen Antennen an der Grenze zu China sich in eines der 3G-Netzwerke von China einzuwählen und so einen (durch Chinas Internetzensur begrenzten) Zugang zum Internet zu bekommen.



Am 04.08.2009 um 21:29
Wenn das stimmt, was du schreibst, ist das wirklich schlimm und unvorstellbar. Nicht nur Internet, sondern auch Handys! Dises Land ist ein riesiges Gefängnis.