Markenrivalität.
Diese beiden schnucken Videos habe ich im Cocktailweltenblog gefunden, der übrigens schon lange einen Stammplatz in meinem Feedreader hat und sehr lesenswert ist.
Diese beiden schnucken Videos habe ich im Cocktailweltenblog gefunden, der übrigens schon lange einen Stammplatz in meinem Feedreader hat und sehr lesenswert ist.

Ein etwas kreativer Versuch Linkpartnerschaften aufzubauen. Meldet euch!
Nachdem ich bei Mario über den Beitrag zur Werbeblindheit gestolpert bin, habe ich mir einige Gedanken dazu gemacht. Die schon oft gesehene Zwickmühle eines Bloggers ist die, dass entschieden werden muss, ob auf dem Blog Werbung geschaltet werden soll, oder nicht. Da diese Problematik meist in einem Beitrag angesprochen wird, um Feedback der Stammleser einzuholen, artet das eigentlich immer in eine riesige Diskussion aus, in der einige Stammleser ihre Treue zum Blog trotz Werbung beteuern, andere jedoch meinen der Blog würde deutlich an Qualität verlieren.
Zuerst einmal bleibt zu sagen: Natürlich verliert der Blog dadurch teilweise sein Ansehen. Ein Blog ohne Werbung ist einfach seriöser als ein Blog, der mit Werbung zugepflastert ist. Hier gilt die Devise: Möglichst wenige und vorallem diskrete Werbeformen wählen. Ein kleiner nicht animierter Banner zieht das Vertrauen sicher nicht so runter wie ein Full Banner mit Flash und blinkblink.
Ich behaupte aber, dass es für keinen Blog einen Grund gibt (ausser den oben genannten) Werbung nicht als Monetarisierungsmethode zu verwenden. Dabei kommt nämlich genau der von Mario angesprochene Effekt der Werbeblindheit zur Anwendung.
Schauen wir uns das ganze doch mal am Beispiel Geldkrieg.de an. Auf seiner Hier-Werben-Seite findet man einen Screenshot, der die Position der Werbeplätze verdeutlichen soll:

Man sieht in rot deutlich die Werbeflächen, welche auf den ersten Blick unglaublich viel und vorallem sehr direkt positioniert scheinen. Zusätzlich bleibt die Frage offen, warum die Sidebar nicht auch als Werbeträger benutzt wird.
Schauen wir uns aber an, wie dieses Layout auf die 2 Lesertypen wirkt. Zum einen hätten wir da den Stammleser. Hier spreche ich aus meiner eigenen Erfahrung und kann sagen, dass sich nach sehr kurzer Zeit eine art Gewohnheit einstellt, diesen Blog zu lesen. Gewohnheit in dem Sinne, dass ich die Werbung nicht beachte, sondern gleich zum Content springe. Der Punkt ist ja, dass der Content (bzw. dessen Anfang, also die ersten Sätze) immer an der selben stelle sind. Etwas weiter unten auf der Seite, links. Mein Auge springt automatisch dort hin, weil ich mit dem Blog vertraut bin und weis, dass dort Content zu finden ist. Hier haben wir wieder den Effekt der Werbeblindheit und gleichzeitig den Beweis, dass Werbung Stammlesern nicht schadet. Man übersieht sie einfach mit der Zeit, da sich eine Routine beim lesen einstellt. Für die Feedleser (ich gehöre nicht dazu) ist das ganze sowieso egal, denn sie bekommen die Beiträge ja sowieso nie in ihrer originalen Umgebung zu Gesicht.
Warum also für die Stammleser auf die Werbung verzichten? Genau dieses Publikum ist es, welches die Werbung am Ende am wenigsten bemerkt, aber am Anfang am meisten meckert. Durch diese “Phase” muss man einfach durch, aber nach einer Zeit wird keiner mehr irgendetwas sagen. Erst recht nicht, wenn das Thema nicht explizit in einem Beitrag irgendwo angesprochen wird, also eine aktuelle Diskussion ist.
Der negative Punkt dieses Verhaltens ist natürlich der, dass Werbung bei Stammlesern wenig Beachtung und damit eine geringe Klickrate findet. Kann aber meistens egal sein, da der Advertiser auf solche Dinge nicht achtet. Wenn doch, ist es immer besser, auf seiner Hier-Werben-Seite auch den Google-Anteil der Besucher anzugeben.
Und mit diesem Anteil wären wir nun auch beim anderen Teil des Publikums, nämlich den Google Besuchern oder auch Gelegenheitslesern. Diese finden durch eine Verlinkung oder eben durch Suchmaschinen einen Beitrag und sehen die Seite mit Werbung vor sich. Stört diese Werbung nun? Ja, das tut sie. Schließlich muss sich der User nun durch den Werbewald zum Conten vortasten. Der Clou dabei: Das wird er tun. Kaum einer wird das Fenster einfach schließen oder woanders danach suchen, denn: Er hat ja explizit nach dieser Information gesucht. Er kommt von Google/Yahoo/etc und will genau das Wissen, was auf genau dieser Seite steht.
Bleibt also im Fazit zu sagen, dass Werbung ein wirklich kleines Übel ist. Stammleser übersehen sie meist und Suchmaschinenbesucher schreckt sie auch nicht ab.
Nun will ich zum zweiten von insgesamt 5 Teilen meiner kleinen Einführung ins Bloggen kommen.
Aller Anfang ist schwer, auch der im Bloggen. Zwar eröffnet das Internet uns (vorallem die “junge Generation”) ungeahnte Möglichkeiten, sich selbst zu publizieren, vernetzen und bekannt zu machen (man denke nur an Facebook & Co.), aber trotzdem erleichtert einem das den Einstieg ins Bloggen kaum. In der Tat stosse ich auch heute verdammt selten (um nicht zu sagen nie) auf Lektüre, die einem angehenden Jungblogger den Ein- und Aufstieg erklären oder vermitteln könnte. Es gibt tausende von Ebooks über Geld verdienen, Vermarktung und SEO (da kommen wir später noch zu), jedoch unglaublich wenige, die einem die Grundlagen dazu offerieren.
Beschäftigt man sich mit dem Internet, so kommt man zwangsweise nicht um Blogs herum. Allerdings glaube ich auch, dass der durchschnittliche Internetbenutzer keinen Gedanken daran verschwendet, einen eigenen Blog zu betreiben. Hier würde ich sogar gerne noch einen Schritt weiter gehen und sagen: Dem Leser ist oft garnicht bewusst, dass explizit eine Person hinter diesem Blog steckt. Er sieht in erster Linie den Content und nicht dessen Herkunft. Da präsentiert sich einem zwangsweise die Frage, wie denn die meisten Blogger zu ihrem Hobby kamen!?
Vermutlich lasen einige gerne Blogs und fingen an, sich für selbige zu interessieren. Natürlich ein Weg, die Tür zum Bloggen zu finden. Der zweite und aus meiner Sicht häufigste Wegweiser ist allerdings PHP bzw.
HTML oder generell Webdesign. Jeder, der sich mit Webdesign (also die Kreation, Gestaltung und Erstellung von Seiten) beschäftigt, wird sich schwer um Blogs drücken können, denn oft sind genau dort die guten Tutorials zum Thema zu finden. Lernt man dann noch das heutzutage fast mit Ketten an HTML gebundene PHP (zumindest hier in Deutschland, in Amerika auch zunehmend ASP.NET & ColdFusion), erreicht man oft über die konzeptierung einer eigenen Website die fertigen CMS und landet schließlich bei WordPress.
Blogger sind also verbunden mit Websprachen, ich denke 95% aller Blogger beherrschen diese auch (zumindest Teilweise), die Jugendblogger (“Tagebuch”) mal nicht mit einberechnet. Ich denke es steht ausser Frage, dass Kentnisse in PHP & HTML vorteilhaft sind, um nicht zu sagen sie sind essentiell. Ein Blogger, der kein HTML beherrscht ist auf kurz oder lang aufgeschmissen.
Was bleibt also? Ich empfehle allen Neueinsteigern vorerst PHP und HTML zu lernen. PHP & HTML sind nicht nur nützlich, um einen Blog zu betreiben, sondern helfen auch dabei, das Internet besser zu verstehen. Grundwissen, das Blogger haben sollten (meine Sicht).
Keine Angst, HTML ist nicht schwer zu erlernen und ist das Prinzip einmal verstanden, ist es nahezu lächerlich einfach. PHP ist zwar schwieriger für Leute, die vorher noch mit keiner anderen Programmiersprache in Kontakt gekommen sind, aber lange nicht unschaffbar. Ich sage nicht, dass man zum PHPCrack mutieren soll, denn selbst ich beherrsche PHP nur soweit, wie es nötig ist (OOP & MySQL sollten aber drin sein
) und glaube nicht, dass es nötig ist, sich in die Tiefen der exzessiven Programmierung zu begeben. Sollte dies einem allerdings unglaublichen Spaß machen, dann nur zu!
Nachdem man sich auf selfhtml etwas über die dem Web zugrunde liegenden Techniken gewühlt hat, bietet es sich an, eines der vielen Tutorials über HTML zu konsumieren und direkt im Anschluss sich auch CSS zu widmen. Beherrscht man dies, besitzt man bereits die Voraussetzungen, gutes HTML und strukturiertes CSS zu produzieren und damit die optimalen Vorkenntnisse um PHP zu lernen. Quakenet bietet dazu ein sehr, sehr gutes Tutorial an.
Sollte man das durchgezogen haben (ich schätze wer schnell lernt sollte das in spätestens 2 Wochen draufhaben) ist man optimal vorbereitet um einen eigenen Blog zu betreiben
Der zweite, aus meiner Sicht oft genutzte Einstieg ist der, des Webdesigns. Viele Menschen haben eine kreative Ader und fangen irgendwann an, diese in Photoshop & Co. auszuleben. Webdesign ist, sofern man es beherrscht, eine schöne und befriedigende Arbeit und eröffnet einem ebenso das Tor zum Bloggen. Früher oder später wird man auf einen Blog zur Publikation der einen Werke setzen und kann selbigen dann später auf größere Themenbereiche ausdehnen.
Die meisten Webdesigner lernen HTML & CSS übrigens auch quasi “nebenher”, denn ohne die zwei läuft da nichts.
Selbstverfreilich kann man einen Blog auch ohne die oben genannten “Pfade” betreiben. Es ist möglich und vorallem einfach, solange man nicht ernsthaft vorhat, einen “großen” Blog auf einer eigenen Domain zu betreiben. Hier steht man letztendlich nur vor der Qual der Wahl des richtigen Anbieters (blog.de, wordpress.com, etc…).
Trotzdem empfehle ich aus Erfahrung, dass man besser fährt, wenn man etwas Erfahrung mitbringt, die man sich durch PHP & HTML eben aneignen kann. Nichtsdestotrotz liegt die Entscheidung natürlich bei einem selbst.
Bitte nicht verwechseln mit “Einrichten des Blogs”, denn so weit sind wir noch lange nicht. Vorerst muss für einen Blog eine geeignete Atmosphäre geschaffen werden, vergleichbar etwa mit dem Blumentopf einer Pflanze.
Was benötigt man also? Im grunde nur 2 Dinge.
Die Domain wird einmalig gewählt und ist danach nicht mehr änderbar. Oft verwenden Blogger gerade bei etwas persönlicheren Blogs ihren eigenen Namen (www.maxmustermann.de zum Beispiel). Manchmal werden die Namen auch leicht abgewandelt, bzw. gekürzt (www.mamu.de – für Max Mustermann).
Manchmal sind die Domains auch frei erfunden, wie z.b. meine Domain hier: Apfelknacker.de. Das ist mir damals einfach so in den Sinn gekommen (würde ich heute auch nicht mehr machen, aber was solls).
Ebenso gern benutzt sind Themenrelevante Begriffe, die dem Leser anhand der URL bereits das Thema des Blogs geben (“katzenblog”, “geldblog”, “unterwaescheblog”, etc… (frei erfunden))
Hat man sich letztendlich für eine Domain entschieden (und ich empfehle hier, sich Zeit zu lassen. Einfach mal ein paar Tage lang einen Blog mit sich führen und Ideen sammeln), so bleibt zu klären, ob die gewünschte Domain überhaupt noch frei ist. Oft sind mehr Domains vergeben, als man denkt und leider viel zu oft ist die Wunschdomain schon vergeben. In diesem Fall heist es kreativ sein, sich für eine andere Endung entscheiden (Achtung, variierende Preise!) oder sich mit einem anderen Domainnamen zufrieden geben (der allerdings erstmal gefunden werden muss).
Kleiner Tipp: Domains, die die Endung in den Namen mit einbeziehen (typisches Beispiel: bullypara.de) sind besonders auffällig und prägen sich mehr Lesern ein – sie kommen also wieder.
Ist die Domain gefunden, muss ein passender Hoster gefunden werden. Es gibt zigtausende Anbieter, einer besser als der andere und leider auch ein paar schwarze Schaafe. Ich selbst bin bei Alfahosting.de, mit dem ich bisher total zufrieden bin. Hier bleibt jedem aber die freie Wahl (und damit Qual).
Als weiterer Schritt muss die Entscheidung gefällt werden, ob ein eigener Server oder nur Webspace gekauft werden soll. Die Vor- bzw. Nachteile habe ich mal versucht in einer Liste zusammenzufassen:
Eigener (Virtual) Server
Webspace
Eins vorweg: lasst euch nicht von der Anzahl der hier aufgelisteten Punkte leiten. Eigentlich ist ein Server immer besser als Webspace, aber eben leider auch um einiges teurer. Gerade in den ersten Monaten ist es für die meisten eine Überwindung, 20€ und mehr (das geht weit aufwärts, so billig bekommt man eigentlich nur einen VServer) für einen eigenen Server auszugeben. Man muss sich also entweder für den zukunftssicheren Server (der Linuxwissen voraussetzt) oder den billigen Webspace entscheiden. Ich habe übrigens bis heute nur ein Webspace-Paket, das selbst die Last mehrerer Domains verkraftet. Kostet mich grobe 5€ im Monat und macht glücklich
Ganz wichtig: Trafficlimit. Die meisten Server haben eine Trafficflat, bei Webspace siehts meist anders aus. Man sollte unbedingt darauf achten, dass man entweder eine Flat bekommt oder aber ein angemessenes Volumen raushauen kann. Denn mit steigender Nutzerzahl steigt auch das Trafficvolumen – Und oft werden Übertretungen dieses Limits mit hohen Kosten verbunden.
Selbstverständlich muss der Server/Webspace PHP, MySQL und mod_rewrite beherrschen, sonst läuft WordPress oder nahezu jede andere Bloggingsoftware nicht. Wenn das nicht genau angegeben ist, einfach mal nachfragen, auch wenn heutzutage fast jeder Anbieter das inklusive hat.
Ist die Hürde genommen, den richtigen Hoster zu finden, gehts ans Eingemachte. Man spielt den Blog auf. Eigentlich setzen alle Blogger auf WordPress, da dies sich mittlerweile zu einem quasi-Standard entwickelt hat und auf großer Bandbreite unterstützt wird. Um WordPress auf seinen Space zu bekommen, lädt man sich das Paket herunter, entpackt es, läd es auf seinen eigenen Webspace hoch und folgt dann einfach den Anweisungen in der readme.html.
Der erste Eindruck ist der wichtigste. Dies gilt um so mehr für Blogs, denn wird man schon mit einem überhaupt nicht ansprechenden Theme begrüßt, ist der Tab schnell geschlossen. Es gilt also, ein gutes, übersichtliches und vorallem ansprechendes Theme zu finden und auf seinen Blog zu laden. Wer Zeit, Lust und den Mut hat, sich gleich eins selbst zu basteln, kann das natürlich gerne tun. Für alle anderen gibt es genügend Seiten, die kostenlose WordPressthemes anbieten.
WordPress läuft “from scratch”, d.h. ohne Plugins. Mit wird es aber noch viel besser. Eins sollte klar sein: Es gibt keine goldene Regel, wahrscheinlich würde sogar jeder Blogger andere Plugins für den Start empfehlen. Einige davon sind notwendiger als andere, einige sehen einfach nur gut aus.
Ich empfehle für den Anfang ein beliebiges SEO-Plugin (davon gibts wahrscheinlich mehr als ich Haare aufm Kopf hab, deshalb nenn ich jetzt kein bestimmtes), das Google XML Sitemap-, das Simple Trackback Validation-, das WordPress Database Backup-, sowie das (weniger wichtige) WP-PageNaviplugin. Mit diesen Plugins ist man für den Start gut ausgerüstet, natürlich kann und sollte diese Reihe an Plugins später noch erweitert werden.
Höchste Priorität sollte am Anfang vorallem dem Bekanntheitsgrad zukommen. Es ist wichtig, dass man ein eindeutiges Signal an das weite Web sendet und sagt “Ich bin da, wer noch?”. Dabei behilft sich eigentlich jeder Blogger mit ein paar Hilfsmitteln.
Es gibt sie wie Bäume im Wald und eins ist unnützer als das andere: Blogverzeichnisse. Ganz ehrlich, ich habe bisher in noch keinem Verzeichnis länger gestöbert als nach einem Taschentuch wenn ich eine Packung in der Hand habe. In meinen Augen relativ nutzlos, ist aber eine subjektive Ansicht. Trotzdem muss man natürlich mitmachen. Meldet euren Blog also in allen möglichen Blogverzeichnissen an und baut deren Buttons ein. Sieht meistens scheisse aus, aber darauf kommts nicht an, denn vorerst erfüllen sie ihren Zweck und lotsen vielleicht den ein oder anderen zusätzlichen Besucher auf euren Blog.
Ich merke soeben mal wieder, wie dämlich sich “soziale Lesezeichen” anhört. Egal, bleiben wir bei Social Bookmarks. Social Bookmarks werden von vielen, vielen Diensten angeboten. Typischerweise digg, Mr. Wong (uah!), StumbleUpon (wobei dies eine etwas abgewandelte Form der SB darstellt) und yigg. Diese Portale stellen interessante Links oft auf ihrer Hauptseite vor, ein geeignetes Besuchertor also. Gerade StumbleUpon erweist sich oft als nützlich, da die User hier im wahrsten Sinne des Wortes über euren Blog stolpern.
Um diese Dienste für euch arbeiten zu lassen, müsst ihr nichts anderes tun, als nach jeder Beitragsveröffentlichung den soeben verfassten Artikel in diesen Diensten einzutragen. Wird auf Dauer lästig, aber hilft. Ist euer Blog dann weitgehend bekannt, übernehmen dies wahrscheinlich sehr schnell auch die User. Natürlich nur bei Spitzencontent.
… hat nichts mit der Mikrowelle zu tun, auch wenn diese durch sie wohl öfters mal in Erwähnung kommt. Microblogging Dienste (in aller Regel Twitter) sind nichts anderes als Blogs in kleinem Maßstab, in denen man seine aktuelle Tätigkeit angibt. Neben “koche Nudeln für Oma” kann man dort auch auf kürzlich erstellte Beiträge aufmerksam machen und somit seine Gefolgsschaft (“Follower”) eventuell gezielt auf diesen Beitrag ansetzen. Ausserdem stärkt Twitter den sozialen Zusammenhalt, man ist sozusagen in seiner eigenen kleinen Community und unterhält sich dort, dazu könnt ihr aber anderswo genug lesen.
So, das wars fürs erste mal in 2000 Wörtern für die Einrichtung des Blogs. Im nächsten Teil geht es dann um die Zielsetzung und das Thema des Blogs. Bis denne
Inspiriert durch einen Kommentar von Bloggergewinnspiele, der netterweise auf mein immernoch laufendes Gewinnspiel aufmerksam gemacht hat, will ich nun in einer kleinen Serie mal meinen Werdegang (und damit den dieses Blogs) darlegen, sowie euch einen Einblick in meine Ansicht der Blog-o-Sphäre geben. Das ganze unterteile ich in 5 “Finger”, die innerhalb der nächsten Wochen nach und nach folgen werden.
Ich erlaube mir mal, ihn hier zu zitieren:
“[...] Seit wann gibt es denn diesen Blog? Könntest du mal eine Serie verfassen, in der du schreibst wie du den Blog optimiert hast und bekannt gemacht hast?
Ich klick ja auch teilweise auf die AdSense Werbung, ist ja für einen guten Zweck, aber das es gleich so viel ausmacht…”
Wie sicherlich schon irgendwann mal irgendjemand gesagt hat: “Nur durch Ermahnungen lernt der Mensch”. Genau dieses Prinzip will ich hier anwenden, denn einen Blog startet man nicht einfach so. Ein Blog ist etwas, was Zeit benötigt, was gepflegt werden will, was Zuneigung braucht. Am besten vergleicht ihr ihn mit einer Frau oder einem Haustier. Ist im Prinzip das selbe… (kann es aber nicht ersetzen!
)
Welche Bedingungen muss der Ottonormal-Ich-werde-jetzt-Blogger-Mensch also erfüllen? Innerhalb meines ersten Jahres im Blogging-”business” (denn bloggen ist mittlerweile mehr als nur ein “Tagebuch” führen) kristallisierte sich einiges heraus, was ich anfangs niemals bedacht oder gar umgesetzt hätte. Heute würde ich die Grundvoraussetzungen in diese 4 Bereiche eingliedern:
Stecken diese vier Grundsätze im Kopf, steht eigentlich nichts mehr im Wege. Zeit ist fürs erste das A und O. Wer keine Zeit hat und denkt, er könne ein Blog mal so nebenher betreiben, irrt sich. Besonders in der Startphase benötigt ein Blog verdammt viel Betreung, sonst geht da garnichts. Direkt verbunden mit der Zeit sind Ruhe & Geduld. Actio et reactio gilt beim Bloggen nur bedingt. Vorallem in den Kinderschuhen wird oft keine Reaktion (geschweige dem Trackbacks) auf Beiträge kommen. Wie auch, man ist ja schließlich unbekannt. Geduld ist also in den ersten Monaten so wichtig wie Schokoladeneis. Mit der Zeit wird man bekannter werden und Stammleser bekommen – doch all das braucht Zeit.
Essentiell und leider oft von Money-Bloggern (gewinnorientierte Blogger) ignoriert wird der Spaß an der Sache. Blogging ist ein Hobby, keine Arbeit (natürlich gibts auch Ausnahmen). Macht selbiges keinen Spaß, dann sollte man lieber den PC ausschalten, in den Garten gehen und anfangen, Modellflugzeuge zu basteln. Wer sich selbst überwinden muss, sollte garnicht erst damit anfangen. Man sollte sich bewusst sein, dass man sich mit der Zeit sozial in der Szene etablieren wird, d.h. dort präsent sein wird. Ist die Anwesenheit dort mehr eine Pflicht als eine Freude, wird das nicht funktionieren.
Damit bin ich auch schon beim Willen angekommen. Wie bereits erwähnt, funktionierts nicht ohne Spaß, selbiges gilt aber auch für den Willen. Wer zwar Spaß am Bloggen hat, jedoch nicht den Willen es anzufangen, bewegt sich ebenfalls auf dünnem Eis. Kurz gesagt: Ohne die Motivation, etwas zu tun, tut sich nichts.
Solltest man als potentieller Blogger all diese “Mindestanforderungen” erfüllen, steht einem nichts mehr im Weg.
Oder besser: Was bedeutet ein Blog?
Ein Blog ist viel mehr als das klassische “Tagebuch”, als das er ursprünglich konzipiert wurde. Klar schreiben auch heute noch viele Menschen über sich selbst, die wohl größte Contentquelle die es jemals geben wird. Aber kaum einer – sieht man mal von Diensten wie blog.de, etc. ab – widmet sich ausschließlich seinem eigenen Leben. Die meisten schreiben über ihre Interessen (Apple, Gadgets, Kunst, Fähigkeiten, …) und lassen dafür einen großen Teil des eigenen Lebens aussen vor, was quasi eine entprivatisierung des Blogs bedeutet. Es wird noch über persönliche Erlebnisse gesprochen, allerdings kaum mehr über Gefühle (vgl. klassisches Tagebuch) sondern eher über Gedanken, Weltanschauungen und Einstellungen.
Andererseits gibt es viele Blogger, die bereits eine Mischung zwischen Blogger und Journalist darstellen: Sie berichten auf ihren Blogs über News und Tratsch eines bestimmten Themas und lassen damit die Grenze zwischen Blog und Newssite verschwimmen. Bei solchen Sites ist der Informationsgehalt oft extrem hoch, während der persönliche Teil nahezu bzw. ganz auf der Strecke bleibt.
Ich will aber zum eigentlichen Punkt kommen, den ich heute bei fast allen Bloggern wiederfinde. Aus dem alten Tagebuch, welches auf sozialer Ebene viel höher geschätzt wird als ein Buch (“Liebes Tagebuch…”) entwickelte sich durch die Feedbackmöglichkeit des Blogs (Kommentare, Trackbacks) eine soziale Vernetzung. Als Blogautor ist man nicht der unbekannte Mensch im Hintergrund (zumindest bei den meisten Blogs), sondern vielmehr ein Teil der Community. Über die Zeit hinweg knüpft man Kontakte, redet mit anderen Gleichgesinnten (Bloggern) und entwickelt besondere Beziehungen zu “verwandten” Autoren. Was folgt ist eine Präsens innerhalb dieser Community, eine Daseinsberechtigung, Kommunikation. Man tauscht sich aus, diskutiert über neue Keywords/Methoden, verknüpft sich und trifft sich eventuell sogar mal “live”.
Unterstützt wird diese Art der Vernetzung durch Microbloggingdienste wie Twitter, IRC-Rooms, den allseits bekannten Messengern und Foren, welche wiederum einen Informationsaustausch (und -bereicherung) ermöglichen. All dies trägt dazu bei, dass man sich innerhalb dieser Atmosphäre etabliert, einrichtet und wohlfühlt.
Im Gegenzug versteht sich von selbst, dass unsoziales Verhalten wie im “echten Leben” (denn nichts anderes ist es) geahndet wird. Blogger, die auf ihr Ego hören, werden es gewiss nicht leicht haben und sich wahrscheinlich schnell Feinde machen. Ist man freundlich, wird einem ebenfalls freundlich begegnet (zumindest in 98% der Fälle), ist man allerdings unseriös/unfreundlich oder gar aufdringlich, wird wohl das Gegenteil der Fall sein.
Was also bleibt ist die Erkenntniss, dass ein Blog viel mehr bedeutet, als der Name verspricht. Unter dieser Fassade eines Themes steckt eben oft viel mehr, als für den Leser ersichtlich ist.
Ach und übrigens, um auf den Kommentar zurückzukommen, dieser Blog hier ist 11 Monate alt.