RShare wurde vor ungefähr einem Jahr stillgelegt. Lars Regensburger, der Erfinder des Protokolls, gab seine Entwicklung auf, um Platz für den Nachfolger StealthNet zu machen. StealthNet wird aktiv von ihm selbst und der Planet Peer Community weiterentwickelt. Man kann sich hier regelmäßig über Updates freuen.
Wikipedia sagt außerdem:
[...] StealthNet unterstützt einen Großteil der auch bei nicht-anonymen Netzwerken üblichen Komfortmerkmale wie Download Resuming und Suchfunktion. Verglichen mit anderen anonymen Filesharing-Programmen sticht StealthNet durch seine einfache Bedienbarkeit, relativ große Nutzergemeinde und vergleichsweise hohe Geschwindigkeit hervor (welche selbstverständlich bei weitem nicht an die Geschwindigkeit nichtanonymer Netze heranreichen kann). [...]

Aufgrund der Stilllegung des orginal RShare-Clients werde ich hier über meine Erfahrungen mit dem StealthNet Client berichten. Alles, was man für dessen Betrieb benötigt, ist ein .NET Framework und einen offenen Port (wichtig). Im offiziellen Wiki findet man alle Informationen über StealthNet, daher werde ich hier nicht groß drauf eingehen.
Auf der offiziellen Seite kann das Programm schnell und einfach heruntergeladen werden. Positiv überrascht war ich von der 7z-Datei, da diese das Programm ohne Installer liefert. Programme mit Installer nerven und müllen nur die Registry zu, schön also, wenn man sich das sparen kann. Die gerade mal 900 KB große Datei ist schnell entpackt und StealthNet ebenso schnell gestartet. Sofort begrüßt mich der (für meinen Geschmack nicht besonders ansprechende) Banner und StealthNet startet innerhalb einiger Sekunden.

StealthNet selbst besteht aus einer einfachen, übersichtlichen Oberfläche, welche Ähnlichkeiten mit eMule vorweist. Sollte also keine Probleme bei den meisten Usern verursachen.

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Sofort springen mir die Symbole in der Statusleiste ins Auge. Hier sieht man auf einen Blick, wieviel gerade hochgeladen (bzw. runtergeladen) wird (bzw. wurde), ebenso wie die Anzahl der verbundenen Nodes (Knoten). Die kleine Weltkugel zeigt an, ob Verbindungen von und nach draußen möglich sind.
Kurz die Einstellungen gecheckt, auch hier fällt mir positiv auf, dass StealthNet von sich aus nur das “incoming”-Verzeichniss freigibt. Will man mehr freigeben (was man natürlich tun sollte), so kann man das in den Einstellungen tun. Ebenfalls interessant: Das Programm gibt’s in Deutsch, Englisch und Französisch! Ansonsten sind die Einstellungen recht einfach gehalten, allzu viel gibt’s hier nicht einzustellen. Kleines Manko: Bei manchen Einstellungsmöglichkeiten muss das Programm neu gestartet werden, damit diese übernommen werden. Soetwas ist lästig.
Kommen wir nun zur Suche. Sehr einfach gehalten, es kann zwischen “Alle” und anderen Formaten wie “Audio”, “Dokumente”, “Bilder” und mehr ausgewählt werden. Die Suche ist hierbei von gewohnter Langsamkeit, da die Suchanfrage schließlich erst durchs gesamte Netzwerk geschickt wird. Index-Server gibt es keine. Man kann komfortabel mehrere Suchen gleichzeitig starten, was die Zeit schneller vergehen lässt 
Ich suche hier nach dem selben Interpreten wie auch schon im MUTE-Bericht. Zwar dauert die Suche seine Zeit, dennoch werden einige Suchergebnisse gefunden. StealtNet unterstützt (leider) noch kein Swarming (Download von mehreren Quellen gleichzeitig), sodass rein theoretisch jedes Suchergebniss ein funktionierender Download ist. Hierbei sollte man sich vor Augen halten, das dies kein eMule ist, wo man Downloads mit einer Quelle meist getrost vergessen kann. Ebenfalls interessant: In den Suchergebnissen werden Dinge wie Album, Interpret und weitere Angaben aus den ID3-Tags gleich mitgeliefert. So kann man besser auswählen, welches Stück das richtige ist.
Gesagt, getan, 3 Suchergebnisse zu den Downloads hinzugefügt. Die Übersicht der Downloads zeigt sich auch einigermaßen einfach. Klickt man einen Download an, bekommte man im unteren Teil eine übersicht der Quelle, jeweils mit zugehörigen Informationen. Das schönste dabei: Eine Fortschrittsanzeige
(s. MUTE-Bericht)

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Das überraschende: Bereits nach weniger als einer Minute laufen 2 der 3 Downloads, mit 24 KiB/s. Eine sehr aktzeptable Geschwindigkeit für ein anonymes Netz!

(Klick für Vollbild – Unten markiert: Geschwindigkeit)
Nach gut 10 Minuten sind beide Downloads fertig. Überraschend schnell, wie ich finde.
Für unsere Statistik-Hamster bietet die Statistik-Seite eine sehr gute Übersicht über Download-, sowie Upload-Raten und UpTime, etc.

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Wie man hier erkennen kann lief der Download teilweise mit rund 30 KiB/s (im späteren Gebrauch stieg die Geschwindgkeit sogar auf 40 KiB/s!). Auf der linken Seite findet man auch noch interessante Daten, jeweils für die aktuelle Session sowie für den gesamten Nutzungszeitraum.
Fazit:
StealthNet hat großes Potential. Das, was noch fehlt sind einzig die Nutzer. Denn mehr Nutzer bieten mehr Dateien und eine bessere Geschwindigkeit. Aber das ist schließlich der altbekannte Teufelskreis. StealthNet ist jedoch das einzigste mir bekannte Programm, welches anonyme Downloads zu aktzeptablen Geschwindigkeiten bietet. Wenn StealthNet in den kommenden Versionen noch Swarming (Download von mehreren Quellen gleichzeitig) unterstützt, steht dem anonymen Filesharing für alle nichts mehr im Wege. Dies wurde sogar schon für Version 0.8.2 angekündigt!
Hier nochmal alle Links zusammengefasst: