Die Kosten von Videotelefonie

Hat sich eigentlich schonmal jemand Gedanken über die Kosten von Videotelefonie gemacht? Vermutlich nicht, benutzt ja auch keiner. Obwohl bereits seit einigen Jahren mit vielen Endgeräten die Möglichkeit besteht, sich beim Telefonieren auch noch zu sehen, habe ich bisher noch niemanden diese Technik benutzen sehen.
Ich erinnere mich noch an die Zeit vor ein paar Jahren, in der verschiedene Mobilfunkanbieter versucht haben, das ganze hochzuhypen und somit der Allgemeinheit schmackhaft zu machen. Funktioniert hat’s nicht.
Den Grund dafür sehe ich in den vergleichsweiße abartig hohen Kosten für diesen “Luxus”. Bedenkt man, dass bei der Videotelefonie einfach nur zusätzlich zum Sprachkanal noch eine Datenverbindung geöffnet werden muss, könnte ich ja theoretisch zum normalen Minutenpreis Videotelefonieren (da mobile Datenflat). Darf ich aber nicht.

Kein Mensch will Videotelefonieren, wenn das ganze mehrere Euros pro Minute kostet! Liebe Anbieter, seht das ein. Und das muss sich erst recht mit der Einführung von Apples neuem iPhone 4G ändern, dass ja sehr wahrscheinlich eine Frontkamera hat.

Ich nutze Google.

Es ist soweit! Es gibt das Google Chrome OS. Wer hätte es gedacht.

War ja irgendwie nur eine Frage der Zeit, bis der mittlerweile in vielen Bereichen etablierte Riese Google sich auch an diesem Kuchen bedient. Ich hab da aber garnicht so viel daneben, da ich finde, dass Google schon mit Android eine gute Arbeit (die sich hoffentlich noch weiterentwickeln wird) geleistet hat und dies sicher auch mit diesem (quelloffenen) System tun wird. Ich denke da an ein Betriebssystem á la Apple, eben eines, das funktioniert.
Im Gegensatz zu vielen anderen habe ich auch kein Problem damit, dass Google mich “ausspioniert”. Dann bekomme ich halt Werbung, die auf mich zugeschnitten ist! Immerhin besser als die zehntausendmillionste Kredit-ohne-Schufa-Werbung.

Im Gegenteil: Ich finde es sogar äußerst praktisch. Mittlerweile habe ich fast vollständig auf Google umgestellt, einfach wegen der Sorgenfreiheit die Google mir dadurch gibt. Dank Google Mail muss ich nicht nach jeder lästigen Windows-Neuinstallation die POP-Konfiguration jedes meiner Emailkonten in Thunderbird vornehmen und mir außerdem keine Sorgen um Mail-Backups mehr machen. Gerade das ist mir in letzter Zeit unheimlich wichtig geworden, da ich merkte, dass ich öfters mal nach uralt-Mails suchte, die ich dann leider nicht mehr fand. Google Analytics und Adsense gehören mittlerweile fast so natürlich zu meinem Tagesablauf, wie der Google Reader. In Zukunft werde ich wohl auch auf Google Docs und Google Calender umstellen, da mir beides lästige Datenbackups (momentan übernimmt das ein USB-Stick, der aber auch nicht gerade redunant ist) erspart.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Gewissheit, dass ich von überall auf meine Daten zugreifen kann, und, dass diese nicht verloren gehen können, ist mir die Benutzung von Google wert. Warum also nicht auch ein Betriebssystem?

Unglaublich, was die Jungs da demonstrieren. Mit Hilfe einer (ziemlich großen) Antenne und einem selbstgeschriebenen Programm fangen die Tastaturaufgaben noch aus 20 Metern durch die Wand auf! Da hilft natürlich kein SSL oder jegliche andere Verschlüsselung, denn die Eingaben werden schon vor dem Verschlüsseln abgegriffen. Wenn man bedenkt, wie leicht sich so eine Antenne an einer Hauswand aufstellen lässt und wie leicht dann so ziemlich alles, was innerhalb des Gebäudes getippt wird geloggt werden kann, könnte man fast schon paranoid werden :P


Irgend ein Idiot bei MSI hat beim Erstellen des Linux-Images großen Mist gebaut. Mit einigen Datenrettungsprogrammen lassen sich private Bilder sowie einige offensichtlich nicht legal erworbene Dateien teilweise wiederherstellen. MSI ruft indessen alle Laptops dieses Typs in einer leisen Aktion zurück, verkauft werden sie auch nicht mehr. Ganz klassischer Fall von GAU für so ein Unternehmen, gerade im umkämpften Netbooksegment. Mal schauen, was MSI draus macht.

Endlich! Fonic bietet als erster “Billig”-Prepaid-Anbieter eine Eintages-Flatrate für mobiles Internet. Für 2,50€ kann man einen Tag lang (0-24h) mit UMTS, HSDPA, EDGE und GPRS surfen. Im Starterpaket für runde 90€ sind 5 Inklusiv-Tage mit drin, sowie die benötigte Hardware und eine SIM-Karte. Vergleicht man den Preis von 2,50€ mit anderen Angeboten, so scheint das relativ billig – auch wenn nach einem Gigabyte Fonic sich das Recht vorbehält, auf GPRS umzuschalten.

Worum es mir aber geht, sind weniger die Details des Angebots, sondern das Angebot selbst. Denn jetzt wo Fonic als erster Anbieter einen solchen Tarif hat, wird es hoffentlich nicht lange dauern bis andere Betreiber wie symio, blau, etc. da nachziehen. Idealerweise würde das dann wieder einen Preiskampf auslösen der uns evtl. bald Preise unter 2€ pro Tagesflatrate bescheren wird. Ich bin gespannt :)