Das Problem mit DRM bei Spielen veranschaulicht dieser kleine Comic sehr gut. In der Tat ist es nämlich so, dass der legal kaufende Kunde letztendlich der Arsch ist, weil er sich das Spiel gekauft hat und dank DRM dazu verdammt wird, es nur auf einem PC zu spielen. Sofern dieser mit dem Internet verbunden ist. Ja, richtig gehört: Das Spiel lässt sich nur starten, wenn der PC Zugang zum Onlineaktivierungssystem hat – eine Frechheit.
Dies und andere Einschränkungen führen dann dazu, dass der eigentlich brave Käufer zu einem Crack/Patch/Image/Whatever greifen muss, um sein Spiel auch ohne Anbindung an’s große Netz zu spielen. Traurige Sache, wenn ihr mich fragt.

Ich war lange kein Fan von Musikshops. Sah man früher von DRM ab (was mir sowieso überhaupt nicht in die Tüte kam), blieben nur einige wenige Onlineshops übrig, die MP3s in aktzeptabler Qualität und ohne Schutz anboten. Bedenkt man, dass ich von diesen Shops nur 2 fand, von denen einer dann nur per Kreditkarte abrechnete (hab ich nich), der andere nur 128kbps lieferte (was mir viel zu wenig ist), hätte die “Musikindustrie” nicht lange suchen müssen, um Gründe für zurückhaltende Onlinemusikkäufe zu finden.

Seit kurzem aber bietet iTunes nun etwas – in meinen Augen – großartiges an. Nahezu 99% aller Lieder sind jetzt “iTunes Plus”, d.h. sie haben kein DRM und sind in 256kbps AAC (sollte grob einer 320er MP3 entsprechen) verfügbar. Man bekommt also gute Qualität ohne nervige Kopierschutzmechanismen oder sonstige Limits. Das beste daran ist aber, dass iTunes alle iTunes Plus Titel für 0,99€ anbietet. Ein mehr als aktzeptabler Preis, wie ich finde. Alben gibts eigentlich immer für 9,99€, wobei fast immer deutlich mehr als 10 Lieder drin sind, manchmal bekommt man Compilations mit 25 Titeln für 9,99€! Einige Alben werden sogar unter 7€ verkauft, Sonderangebote gibts immer.

itunesplus

Lieder, die bereits in “iTunes Plus” verfügbar sind, sind mit einem kleinen Plus neben dem Preis gekennzeichnet (s. Bild). Bedenkt man, dass bisherige Alternativen wie beatport 320er MP3s zu mindestens 1,56€ (+Steuern) anbieten und neuere Releases noch teurer sind (2,xx€), bietet iTunes hier den entscheidenen Preisvorteil. Zudem bietet iTunes den Bezahlungsvorgang über Clickandbuy an, welches den fälligen Betrag dann bequem vom eigenen Bankkonto abbucht. Außerdem arbeitet iTunes mit allen Major Labeln zusammen, so dass es selten Lieder gibt, die man bei iTunes nicht kaufen kann, das Angebot ist rießig!

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mir hat diese Entwicklung den entscheidenen Anstoß gegeben, meine Musik ab sofort nurnoch online und bequem von meinem Stuhl aus zu kaufen. Solche Preise bietet kein Saturn und kein MediaMarkt, zudem habe ich bei denen die Musik nur auf ner Scheibe, die ich aufgrund vorhandener Kopierschutzmechanismen nicht auf meinen PC rippen darf.

Open Source DRM?! WTF?

DRM is killing music, and it's a rip off! Paro...

Image via Wikipedia

Leute, was soll die Scheisse?

Die Grundidee von Marlin ist, dass man Kopierschutztechnologien entwickelt, die unabhängig von einem Hersteller verfügbar sind. Damit möchte man also den Plänen, DRM mehr Akzeptanz zu verleihen, Nachdruck verleihen. Mit der neuen Technologie soll endlich das “DRM-Ökosystem” möglich sein, bei dem man innerhalb der vom Kopierschutz gesteckten Grenzen rechtmäßig korrekt erworbene Inhalte “frei” bewegen kann. Zu diesem Zweck soll Marlin es sogar ermöglichen, eigene Inhalte als “Gastcontent” temporär auf fremden Geräten verfügbar zu machen.

Den Quellcode jedenfalls kann man nicht, wie man das von normalen Open-Source Projekten gewohnt ist, einfach Herunterladen. Es gibt zwar Informationen zu der Architektur der Software zum sofortigen Download, doch um an die Entwicklungsumgebung oder den Quellcode selbst zu kommen, muss man sich zunächst registrieren.+

Ganz ehrlich: DRM hat versagt. Und zwar auf der ganzen Linie. Wenn das irgend ein Webshop noch nicht begriffen hat, dann wird er es noch. Kunden sind auf ihren Musiksammlungen sitzen geblieben, weil Yahoo & Co. ihre Server runtergefahren haben. Nahezu alle Shops stellen auf MP3 um, warum also ein Open DRM erfinden, dass garnicht “Open” ist!? Das ist die größte Scheissidee seit DRM und wird ganz sicher keinen Erfolg haben.

War DRM nicht Lehre genug?

Offenbar hat das Fiasko mit Spore und seinem SecuROM DRM schutz nich gereicht. Statt freie Software bzw. Filme und Musik anzubieten, setzen irgendwelche Heinis noch was drauf und gründen DECE. Diese Organisation soll irgendwann mit ihrem weiterentwickelten DRM das uns bekannte ablösen. Im Boot sind dabei unter anderem Sony, Microsoft und viele, viele andere große Riesen.

Man will dabei auf Kompatibilität setzen, d.h. mehr Freiheit bei trotzdem besserem Schutz. Lieder sind beliebig kopierbar und auf vielen Geräten abspielbar. Durch die massive Teilnahme der großen Firmen wird sichergestellt, dass möglichst viele Geräte diesen neuen Standart beherrschen. Allerdings muss dazu jedes kompatible Abspielgerät auf den Benutzer registriert werden.

In meinen Augen totaler Schwachsinn und niemals vor dem Kunden zu verantworten. Wenn die negative Kritik zu Spore nicht ausreicht, dann werden die schon sehen, wo sie letztendlich landen. Ich habe nichts gegen kleinere Preiserhöhungen bei MP3’s, solange diese dann frei sind. Mal sehen, wo uns DECE noch hinbringt…

Meine Erfahrung mit Napster

Endlich, nach 4 Monaten, ist es so weit. Das ultrageile Lied Don’t Go von Röyksopp schlummert auf meiner Platte.

Warum erst nach 4 Monaten? Nun, das ist eine lange Geschichte. Aber ich will mal anfangen. So kam es – vor den eben genannten 4 Monaten – , dass ich das YouTube-Video von Röyksopp sah, wie sie ihren Track Don’t Go spielten. Ich als eingefleischter Fan der Pilzköpfe hatte natürlich alle Alben, unter welchen aber dieses Lied nicht war.

Also bin ich in den nächsten Saturn gerannt, auf der Suche nach diesem einen Lied. Denn als echter Fan kam es damals nicht für mich in Frage, mir das Lied einfach irgendwo runterzuladen. In dem Markt angekommen kämmte ich alle CD’s durch, jedoch war auf keiner dieses Lied drauf. Ziemlich enttäuscht und mit einem Ohrwurm ging ich also wieder nach hause. Es stellte sich heraus, dass dieses Lied auch auf keiner CD zu finden sei, eventuell erst auf einem neuen Album, was für mich aber eine inaktzeptable Wartezeit darstellte.

Schweren Herzens griff ich also doch zur nächstgelegenen Tauschbörse und gab meinen Suchbegriff ein. Die Überraschung: Das Lied gibt’s in keinem (!) Netz. Weder BitTorrent, noch eMule, noch bei den (G)Nutella-Brüdern, noch bei Applejuice, noch sonstwo. Irgendwie komisch.

Nach dieser Enttäuschung kam mir ein Gedanke. Man kann Musik ja auch im Netz kaufen! Ha, gesagt, getan. Erstmal 10 verschiedene Onlinestores abgeklappert und festgestellt, dass nur 2 (!) diesen Titel hatten. Amazon und Musicload. Ich versuchte es ersteinmal bei Amazon, da dieser den Titel in MP3 für 99 US-Cent anbot (komischerweiße kostet er jetzt dort 1.99 USD :roll: ). Leider wurde daraus wieder nichts, weil man dort dummerweiße nur mit einer Kreditkarte zahlen kann, welche ich aber nicht besitze.  Macht aber nix, es gibt ja noch Musicload, dachte ich mir. Dort kostet der Titel allerdings 1.39€, hat DRM und gruselige 128kbps. Frechheit.

Also ließ ich damals die ganze Sache sein, in der Hoffnung, dass bald ein neues Album rauskommt, auf welchem dieser Titel dann (hoffentlich) ist.

Soweit hatte ich das Lied fast schon verdrängt, bis mir heute gulli mit dieser Newsmeldung entgegensprang: Größter MP3-Shop ohne DRM gestartet.

Dort wird Napster als neuer Anbieter von DRMlosen Lieder angepriesen.  Das konnte ich natürlich nicht an mir vorbeigehen lassen. Ich lud mir die Napstersoftware herunter und suchte nach dem Titel, und fand ihn. Etwas nervig dabei: Die anfängliche Registrierung. Man muss schon genau aufpassen, dass man kein Abo an den Hals kriegt. Irgendwo tief unter den Angeboten findet sich ein kleiner Link, der einen “Napster Lite” benutzen lässt. Mit diesem Angebot kann man Titel ohne Abo runterladen, also sehr praktisch für mich, da ich ja nur einen Titel suchte. … den Rest dieses Beitrags lesen!